Suppenküche, Mongolei

Suppenküche Dolma Ling, Ulan Bator

Projektbeginn: Sommer 2012       Projektstatus: laufendes Projekt

In den 90er Jahren wurde im leerstehenden buddhistischen Kloster Dolma Ling, mitten in einem der ärmsten Viertel in Ulan Bator, eine Suppenküche eingerichtet. Das ganze Jahr über sollten hier ca. 50 – 60 Obdachlose, Kinder und Erwachsene, einen Teller warme Suppe mit einem Stück Brot erhalten.

Bei unserem ersten Besuch 2012 schien die ganze Situation hoffnungslos. In und um das Gebäude sah es verwahrlost aus und widerspiegelte so die allgemeine finanzielle Situation. Der ganze Umschwung war mit Steinen übersät und die mit Unkraut überwachsene Parzelle glich einer Deponie. Es gab damals seit Jahren kein Wasser mehr, weil die Rohre in einem strengen Winter auf der ganzen Länge geplatzt waren.

Zusammen mit der lokalen NGO „lamp of the path“ liessen wir als erstes die Wasserleitung auf Gefriertiefe neu verlegen. Gemeinsam erreichten wir, dass die Suppenküche nicht geschlossen wurde und bei jedem Besuch vor Ort können wir mitverfolgen, dass am Gebäude, gut etappiert, laufend Sanierungen vorgenommen werden.

Als wir im August 2019 die Suppenküche besuchten, trauten wir unseren Augen nicht. Nicht bloss war das ganze Gelände ausgeebnet und alle Steine entfernt worden…

Nein, es standen da 2 einfache, aber äusserst hilfreiche Treibhäuser und auf der ganzen Parzelle waren kleinere und grössere Beete, voll mit allen möglichen Gemüsesorten. Dies erfreute uns umso mehr, als wir uns bewusst sind, welcher Fleiss und Einsatz nötig sind, um in diesem für Gemüsebau denkbar ungeeigneten Klima so prächtiges Gemüse zu produzieren.

Enkhma Dashdondor, welche die Suppenküche seit 2 Jahren mit viel Umsicht leitet, die medizinischen Untersuchungen der Obdachlosen und die Verteilung eines Teils der Kleider organisiert, welche wir 2x jährlich in die Mongolei schicken, führte uns durch die Anlage. Sie erzählte uns, dass sie zusammen mit ihren „obdachlosen Gästen“ diese Arbeiten umgesetzt hatte und diese mit Freude beim Anpflanzen, Giessen und Jäten mithelfen.

Mit Stolz konnten wir zusammen den neu angelegten Garten bestaunen. Kohl, Randen und Kartoffeln lassen sich weit in den Winter hinein gut lagern. So haben wir heute in Dolma Ling einen grossen Teil des benötigten Gemüses für die ca. 12000 Portionen Suppe aus dem eigenen Garten.

Wir werden Dolma Ling weiterhin mit Kleidern, Sachspenden und finanziell unterstützen, damit die Suppenküche, das Gesundheitszentrum und das Programm zur Alkoholentwöhnung für die Ärmsten in Ulan Bator weitergeführt werden können.

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